Archiv der Kategorie: Akademiker-Schwemme

Arbeitsmarktbericht zur Akademikerarbeitslosigkeit

Das DIW (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung e.V.) aus Berlin hat eine neue Studie zur Entwicklung auf dem Akademikerarbeitsmarkt veröffentlicht. „Immer mehr junge Menschen haben in den vergangenen Jahren
ein Studium ergriffen. Vor allem in technischen und naturwissenschaftlichen
Fächern, in Mathematik und Informatik hat die Zahl
der Studierenden zugenommen. Wie sich an den steigenden
Arbeitslosenzahlen der Jahre ablesen lässt, wurde offenbar in
diesen Berufsfeldern über den Bedarf hinaus ausgebildet. Die
Zuwächse der absoluten Zahlen der Arbeitslosen sind zwar nicht
gewaltig, der prozentuale Anstieg lässt aber deutlich zunehmende
Beschäftigungsprobleme bei naturwissenschaftlich-technischen
Akademikerberufen erkennen. So ist die Zahl der arbeitslosen
IT-Experten trotz günstiger Konjunktur in den vergangenen drei
Jahren um ein Drittel gestiegen; dasselbe gilt für Ingenieure,
die in der Industrie eingesetzt werden können. Noch stärker fiel
der Anstieg der Arbeitslosigkeit – um etwa 50 Prozent – unter
Humanmedizinern und Physikern aus. Eine erhebliche Zunahme
der Unterbeschäftigung gab es auch bei Chemikern.
Aus dem Rahmen fallen Bauingenieure sowie Architekten, denn
für diese Berufsgruppen nahm die Arbeitslosigkeit ab. Einfluss
darauf hatte wohl auch die lange Zeit abnehmende Zahl an
Studierenden der entsprechenden Fächer, die wegen einer über
Jahre anhaltenden „Talfahrt“ in der Bauproduktion als wenig
attraktiv eingestuft wurden. Ebenfalls günstig hat sich die Arbeitslosigkeit
in anderen akademischen Tätigkeitsfeldern mit einem
unterdurchschnittlichen Zulauf an Studierenden entwickelt –
etwa bei Gesellschafts- und Wirtschaftswissenschaftlern, Juristen
sowie Lehrern allgemeinbildender und beruflicher Schulen.“
Mehr dazu: DIW

Die wachsende Zahl an Abiturienten und die Angst vor einer neuen Bildungskatastrophe

DIE ZEIT veröffentlichte im Dezember 2016 einen Gastbeitrag des Hamburger Schulsenator Ties Rabe. Darin setzt er sich kritisch mit der Frage auseinender, was eine wachsende Zahl von Abiturienten und Studenten für Schule und Studium bedeutet. Zum Gastbeitrag.

IAB: Keine Anzeichen für eine „Über-Akademisierung“

In einer neuen Studien kommt das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit zu dem Schluss, dass man derzeit nicht von einer „Über-Akademisierung sprechen könne. „Die Arbeitsmarktsituation der Hochqualifizierten habe sich nicht verschlechtert. Eine Einschränkung des Zugangs zu den Hochschulen und Universitäten wäre in keiner Weise zu rechtfertigen.“ Siehe dazu: IAB

Abituienten entdecken die duale Ausbildung

Immer mehr Abiturienten entscheiden sich für eine duale Ausbildung, während der Anteil der Hauptschüler an einer betrieblichen Ausbildung sinkt. Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Untersuchung des BIBB: „Erstmalig mehr Ausbildungsinteressierte mit Studienberechtigung als mit Hauptschulabschluss“

Ein Kommentar zur „Akademikerschwemme“ und „Akademisierungswahn“

Ralph Böllmann von der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung kommentiert die neuste Diskussion zur Akademisierung. „Heute gilt es als erstrebenswertes Ziel, möglichst viele junge Leute in eine Berufsausbildung zu bringen. Professoren der Philosophie warnen in schrillem Tonfall vor dem „Akademisierungswahn“, auch weil die vielen Studierwilligen angeblich das wissenschaftliche Niveau gefährden.“  Mehr dazu: Frankfurter Allgemeine

Wirtschaftswoche berichtet über „Akademiker-Schwemme“ in Deutschland

58% der jungen Deutschen studieren, aber es fehlt an Azubis, die deren Ideen in die Realität umsetzen! Der Hauptgeschäftsführer der Vereinigung hessischer Unternehmensverbände Volker Fasbender  hält die „ganzen Theoretiker“ für überflüssig. Gebraucht würden Techniker, „die mit den Händen arbeiten können“. „Circa 25.000 Personen befinden sich aktuell in Hessen auf dem Weg zur Hochschulberechtigung über Fachoberschulen oder ähnliches, statt eine duale Ausbildung aufzunehmen. Die Abbruchquote liegt in technischen Studiengängen bei bis zu 50 Prozent“, so Fasbender. Mehr dazu: WirtschaftsWoche